Naja, ein wildes Thema.
Also ein neuer Mustang hat durchschnittlich 25 km auf der Uhr. Während dieser gefahrenen Transportkilometer war das Auto
locker 10 mal kurz an und wieder aus. Dazwischen oft nur ein paar hundert Meter bewegt.
Das, das Öl verstärkten Benzineintrag hat und riecht als würde man an einer Zapfsäule schnüffeln ist völlig normal.
Also kein Grund für Panik. Den Neuwagen einfach 100km am Stück fahren und der Benzingeruch sollte weg sein.
Bei meinem Facelift hatte ich 5 Jahre die Ford Catch-Can verbaut und insgesamt 5cl Öl auf 50tsd Kilometer gesammelt.
Davon habe ich 2cl im ersten Jahr gesammelt, in den Folgejahren wurde es weniger so das am Ende eben nur 5cl gesammelt wurden.
Nehmen wir mal zum einfachen rechnen 10L auf 100 Km Verbrauch an, wären das 5cl aus der Catch Can auf 5000L Benzin.
Zur Darstellung sind das also 2,5 Schnapsgläser auf über 80 Tankfüllungen.
Da die Rückführung der Gehäuseentlüftung aber in die Luftansaugung geht müsste man eigentlich ermitteln wieviel Luftvolumen
der Motor über diese 50000 Km angesaugt hat.
Bildlich stelle ich mir das so vor.
Ich stelle mich am Anstoßpunkt der Allianzarena hin, und versprühe die 5cl mittels Pumpsprühflasche und warte drauf das irgendwer in der Arena tot umfällt.
Das soll jetzt nicht heißen, das der Einbau einer Catch Can völlig Sinnlos wäre.
Egal ob es nun 5cl oder auch 10cl auf 50tsd Kilometer sind kann man argumentieren eben diese Menge nicht im Motor haben zu wollen, was völlig okay und prinzipiell auch gut für den Motor ist.
Die Frage ist aber ob es sich Lohnt.
Die Kosten für die Catch Cans sind nicht sehr hoch aber Catch-Cans haben ganz allgemein auch gewisse Gefahren in sich.
Zu erst einmal das Vergessen des Entleerens der Catch Cans, besonders gefährlich beim Verkauf oder auch Gebrauchtkauf
wenn vergessen wird über eine verbaute Catch Can zu informieren.
Das zweite was beachtet werden muss ist der Durchfluss bzw. Wiederstand der Catch Can.
Die Durchmesser der Rohrleitungen sind ja von Ford berechnet.
Die Kurbelwellenentlüftung muss genug Luftmenge schnell genug aus dem Kurbelgehäuse bringen können, dabei darf eine
Catch-Can keine Bremse sein, auch dann nicht wenn sich nach Jahren der Filter etwas zusetzt.
Mir ist z.B. an der Ford Catch-Can aufgefallen das der Filter viel größer ist als bei vielen Zubehörprodukten.
Die Tatsache das Ford Performance für verschiedene Fahrzeugmodelle Ölabscheider anbietet ist zumindest ein Hinweis das die Dinger
funktionieren.
Wenn man neben dem regelmäßigen entleeren auch den eingebauten Filter regelmäßig prüft und gegeben Falls säubert sollte es keine Probleme geben.
Leider hab ich schon ein paar Videos gesehen, in denen die Filter zugeschlammt waren. Ähnlich dem Schlamm am Motoröleinfüllstutzen bei häufigen Kurzstreckenfahrten.
Ich will hier nur darauf hinweisen das es Probleme geben kann, nicht muss.
Letztlich muss das jeder für sich entscheiden.
Mehr Einfluss auf die Ablagerungen im Motor hat das persönliche Fahrprofiel. Viel Kurzstrecke ist schlecht.
Selbst beim gemütlichen Wochenendtouren auf der Landstraße nutzt der Motor sagen wir durchschnittlich 100PS.
Das macht ca.12 PS per Zylinder. Da können kaum selbst reinigende Effekte entstehen.
Also nutzt den Coyote regelmäßig so, wofür er gebaut wurde.
Ich persönlich werde auf Grund meiner Erfahrungen keine Oil-Catch-Can mehr verbauen.
Das gesparte Geld gebe ich bestimmt trotzdem irgendwie aus.
Mein Tip für die Nutzer des Ford Ölabscheiders.
Besorgt euch eine kleine Spritze auf deren Tülle ein 6 oder 8mm Benzinschlauch passt.
Schneidet den Schlauch auf ca. 100mm Länge.
Der Schlauch sollte einen Bogen machen. Oftmals haben die schon einen Bogen, da sie aufgerollt geliefert werden. Ansonsten Föhn.
Einfach den Entlüftungsschlauch am Ölabscheider abziehen.
Danach den Schlauch der Spritze in den Ölabscheider einführen und darauf achten, dass sein Ende im Ölabscheider nach unten zeigt.
An der Spritze ziehen und zack der Ölabscheider ist leer.
Danach den Entlüftungsschlauch wieder aufstecken bis es Klick macht.
Fertig
