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Re: Bremsen haben versagt

Verfasst: 27. Feb 2026, 17:24
von Kapitän
Dass der Mustang bei 120 km/h „so gut wie gar nicht bremst“, ist absolut kritisch. Gerade beim Dark Horse mit Performance-Bremse darf das nicht passieren. Flugrost wird innerhalb weniger Bremsungen komplett abgeschliffen. Wenn der DH acht Kilometer bis zur Autobahn normal gebremst hat, dann waren die Scheiben spätestens dort sauber. Auch Starkregen sollte die Bremse nicht so extrem verändern. Ein bisschen schlechtere Anfangsbremsung bei Starkregen ist noch normal durch den Wasserfilm. Ich schätze auf eine Kombination aus Wasser und einseitiger Bremskraft. Sollte unbedingt in der Werkstatt auf Gewährleistung überprüft und repariert werden. Der Mustang ist nun nicht eben ein Glanzstück der Ingenieurskunst, aber die Bremsen sind meiner Erfahrung nach eigentlich ganz okay.

Re: Bremsen haben versagt

Verfasst: 27. Feb 2026, 23:38
von Stangpeng
Also kein Glanzstück des Engineering würde ich aber so absolutistisch nicht unterschreiben wollen.
Ich hatte beim Gen6 Polterprobleme mit den vorderen Rückwärtigen Querlenkern, und dem zu stramm sitzenden Kabelbaum zum Kofferaumdeckel, in dem durch sehr häufiges Öffnen und Schließen des Kofferaumes irgendwann das Kabel zur Rückfahrkamera gebrochen ist.
Nach 120,000 km hatte sich die Wasserpumpe verabschiedet.
2 dieser 3 Fehler wurden seltenst in Foren berichtet, also sooo schlecht fand und finde ich das Auto nicht.
Kann zumindest locker 6-8 Stunden am Stück bequemst drinsitzen mit großer Freude und hab in den USA über 5,000 km in 10 oder so Etappen Tag für Tag nacheinander abgerissen.
Bin begeistert.

Ok, zum Thema Bremsen allerdings hatte ich ein wiederkehrendes Quitschen schon nach einigen Tausend Kilometern beim Gen6 in Deutschland, was mein Händler nicht abstellen konnte - aber auch selten berichtet und beim Gen7 noch nicht aufgetreten.
Muss beim Bremsen etwas stärker treten als bei manchem "Normalauto", allerdings bremse ich da auch nicht von über 200 km/h.

Re: Bremsen haben versagt

Verfasst: 28. Feb 2026, 01:12
von Kapitän
Stangpeng hat geschrieben: 27. Feb 2026, 23:38 Also kein Glanzstück des Engineering würde ich aber so absolutistisch nicht unterschreiben wollen...
Ich verstehe absolut, was du meinst – und genau da liegt ja auch der eigentliche Kern der Sache: Der Ford Mustang war und ist wahrscheinlich nie als High-End-Technologieträger im Sinne maximaler Ingenieurskunst gedacht. Gerade der Coyote-V8 im Ford Mustang GT ist dafür das beste Beispiel: ein klassischer, großvolumiger und absolut bezahlbarer Saugmotor. Lineare Leistungsentfaltung, emotionaler Klang, aber eben vergleichsweise einfache und robuste Konstruktion. Technologisch bewegt sich der Coyote heute ungefähr auf dem Niveau, auf dem zum Beispiel BMW vor rund zehn Jahren mit seinen V8-Saugmotoren stand. Es fehlen einfach gewisse technische Innovationen und komplexe Systeme, die eben aktuelle europäische Modelle ausmachen. Und genau das ist ja auch kein Makel, sondern wohl eher Konzept. Er ist alltagstauglich, robust, emotional. Insofern steht er sinnbildlich für eine Entwicklungsstufe, die BMW im V8-Segment schon vor langer Zeit durchlaufen hat: stark, souverän und technisch solide – aber kein High-End im heutigen Sinne. Am Ende ist der Mustang genau das, was du beschreibst: ein Sportwagen, mit dem man gut 6–8 Stunden relativ entspannt unterwegs sein kann. Eben kein Glanzstück absoluter Ingenieurskunst – aber ein kostengünstiger, bewährter und dadurch begeisternder Sportwagen.