Bremsen haben versagt

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Kapitän
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Kapitän »

Dass der Mustang bei 120 km/h „so gut wie gar nicht bremst“, ist absolut kritisch. Gerade beim Dark Horse mit Performance-Bremse darf das nicht passieren. Flugrost wird innerhalb weniger Bremsungen komplett abgeschliffen. Wenn der DH acht Kilometer bis zur Autobahn normal gebremst hat, dann waren die Scheiben spätestens dort sauber. Auch Starkregen sollte die Bremse nicht so extrem verändern. Ein bisschen schlechtere Anfangsbremsung bei Starkregen ist noch normal durch den Wasserfilm. Ich schätze auf eine Kombination aus Wasser und einseitiger Bremskraft. Sollte unbedingt in der Werkstatt auf Gewährleistung überprüft und repariert werden. Der Mustang ist nun nicht eben ein Glanzstück der Ingenieurskunst, aber die Bremsen sind meiner Erfahrung nach eigentlich ganz okay.
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Stangpeng
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Stangpeng »

Also kein Glanzstück des Engineering würde ich aber so absolutistisch nicht unterschreiben wollen.
Ich hatte beim Gen6 Polterprobleme mit den vorderen Rückwärtigen Querlenkern, und dem zu stramm sitzenden Kabelbaum zum Kofferaumdeckel, in dem durch sehr häufiges Öffnen und Schließen des Kofferaumes irgendwann das Kabel zur Rückfahrkamera gebrochen ist.
Nach 120,000 km hatte sich die Wasserpumpe verabschiedet.
2 dieser 3 Fehler wurden seltenst in Foren berichtet, also sooo schlecht fand und finde ich das Auto nicht.
Kann zumindest locker 6-8 Stunden am Stück bequemst drinsitzen mit großer Freude und hab in den USA über 5,000 km in 10 oder so Etappen Tag für Tag nacheinander abgerissen.
Bin begeistert.

Ok, zum Thema Bremsen allerdings hatte ich ein wiederkehrendes Quitschen schon nach einigen Tausend Kilometern beim Gen6 in Deutschland, was mein Händler nicht abstellen konnte - aber auch selten berichtet und beim Gen7 noch nicht aufgetreten.
Muss beim Bremsen etwas stärker treten als bei manchem "Normalauto", allerdings bremse ich da auch nicht von über 200 km/h.
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Kapitän
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Kapitän »

Stangpeng hat geschrieben: 27. Feb 2026, 23:38 Also kein Glanzstück des Engineering würde ich aber so absolutistisch nicht unterschreiben wollen...
Ich verstehe absolut, was du meinst – und genau da liegt ja auch der eigentliche Kern der Sache: Der Ford Mustang war und ist wahrscheinlich nie als High-End-Technologieträger im Sinne maximaler Ingenieurskunst gedacht. Gerade der Coyote-V8 im Ford Mustang GT ist dafür das beste Beispiel: ein klassischer, großvolumiger und absolut bezahlbarer Saugmotor. Lineare Leistungsentfaltung, emotionaler Klang, aber eben vergleichsweise einfache und robuste Konstruktion. Technologisch bewegt sich der Coyote heute ungefähr auf dem Niveau, auf dem zum Beispiel BMW vor rund zehn Jahren mit seinen V8-Saugmotoren stand. Es fehlen einfach gewisse technische Innovationen und komplexe Systeme, die eben aktuelle europäische Modelle ausmachen. Und genau das ist ja auch kein Makel, sondern wohl eher Konzept. Er ist alltagstauglich, robust, emotional. Insofern steht er sinnbildlich für eine Entwicklungsstufe, die BMW im V8-Segment schon vor langer Zeit durchlaufen hat: stark, souverän und technisch solide – aber kein High-End im heutigen Sinne. Am Ende ist der Mustang genau das, was du beschreibst: ein Sportwagen, mit dem man gut 6–8 Stunden relativ entspannt unterwegs sein kann. Eben kein Glanzstück absoluter Ingenieurskunst – aber ein kostengünstiger, bewährter und dadurch begeisternder Sportwagen.
Anubis
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Anubis »

Zur Info. Ich war in der Werkstatt und Ford hat die Bremsen kontrolliert. Nichts gefunden.

Außer das leicht die Spur verstellt ist und das ich an den hinteren Bremsen einen Standschaden habe, heißt es ruppelt ein wenig wenn man sehr stark bremst.

Spur konnten die nicht einstellen da sie kein 3d Messgerät haben weil der Mustang so tief liegt können die mit ihren normalen Messgerät die Spur nicht einstellen.

Wegen meinen Problemes, dass der Mustang fast nicht gebremst hat, bei viel Regen würde gesagt: keine Ahnung vielleicht hat es was mit der 20er Spurverbreiterung zutun.

Grüße Emanuel
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formelhirsch
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von formelhirsch »

Scheint eine sehr kompetente Werkstatt zu sein :o
Allzeit gute Fahrt
Steffen

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Kapitän
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Kapitän »

Anubis hat geschrieben: 7. Mär 2026, 15:26 Wegen meinen Problemes, dass der Mustang fast nicht gebremst hat, bei viel Regen würde gesagt: keine Ahnung vielleicht hat es was mit der 20er Spurverbreiterung zutun.
Ich würde mir zukünftig eine andere Werkstatt suchen. Die Spurplatten verändern eventuell die Hebelkräfte und vielleicht minimal die Lenkgeometrie. Aber sie führen nicht dazu, dass ein Auto plötzlich kaum bremst. Das klingt eher nach "Wir haben keine Ahnung vom Mustang"...
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Dunkles Pferd
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Dunkles Pferd »

Und kannst du mir verraten was ein Standschaden an der Bremse ist? Stehplatten kenn ich, aber Standschaden an der Bremse nicht🙈
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Anubis
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Anubis »

Dunkles Pferd hat geschrieben: 7. Mär 2026, 20:45 Und kannst du mir verraten was ein Standschaden an der Bremse ist? Stehplatten kenn ich, aber Standschaden an der Bremse nicht🙈
Laut der Werkstatt, wenn der Wagen draußen steht besonders im Winter und man lässt ihn ca. 2 Wochen stehen, dann rosten die Bremsscheiben so, dass der Rost nicht mehr von der Bremse geht, außer man schleift sie ab.
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Dunkles Pferd
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Dunkles Pferd »

ok, klingt trotzdem irgendwie komisch, weil das müssten ja fast alle gebrauchtwagen von Händlern haben, die mal länger draußen stehen.
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Stangpeng
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Re: Bremsen haben versagt

Beitrag von Stangpeng »

Geile Werkstatt, wirklich ... Spureinstellen geht nicht, weil zu tief ??
Die Vermessungsteile werden m.W. an den Felgen montiert, und die dürften wohl auch bei stärkster Tieferlegung noch zugänglich sein ...
Wie wollen sie denn eine verstellte Spur identifizieren, wenn sie ihr Messgerät nicht nutzen können?
Sollte es mit bloßem Auge erkennbar sein, dürften sie dich sicherlich gar nicht ohne Warnung vom Hof fahren lassen.
Die haben wahrscheinlich einfach keinen Bock auf die Einstellarbeiten, denn auf der Hinterachse muss das ziemlich unergonomisch und umständlich sein.

Spurplatten ändern nichts an der Bremsleistung im Sinne von Rotationsenergie in Wärme umzuwandeln, da die Spurplatten und die Bremsscheiben auf derselben Rotationsachse liegen.
Und soweit nach hinten biegen, dass sich die Auflagefläche der Reifen signifikant verschmälert, wird sich die Aufhängung nicht.
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